Thematischer Hintergrund

Thematischer Hintergrund

Bei einer Beurteilung der Qualität von Trinkwasser durch uns Menschen stünden sicher die Merkmale im Vordergrund, die wir mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen können. Reines Wasser muss klar, geruchlos, kühl und neutral im Geschmack sein.


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Die Wasserqualität unserer Flüsse und Seen hat sich seit Mitte der Siebziger Jahre dank dem Bau aufwändiger Kläranlagen ständig verbessert. Nach wie vor gelangen aber unerwünschte Stoffe als Verunreinigungen in meist sehr geringen Konzentrationen über mehrere Wege in den Wasserkreislauf. Eine Qualitätsbeurteilung des Wassers muss daher über modernste Analysemethoden erfolgen. Deren Empfindlichkeit ist heute derart hoch, dass Stoffe selbst in Bruchteilen eines Mikrogramms pro Liter Wasser aufgespürt werden können. Die Konzentration von 1 µg/l entspricht 0,000001 g pro 1000 g Wasser, also dem Milliardsten Teil. Da solche Zahlenwerte für uns nichts Vorstellbares darstellen, hilft hier ein Vergleich. Löst man einen halben Würfelzucker (2 g) in einem Sportschwimmbecken von 50 x 20 x 2 m (2000 t) Inhalt auf, entspricht die Zuckerkonzentration genau 1 µg/l !

Für gutes Trinkwasser werden Erfahrungswerte im Schweizerischen Lebensmittelbuch festgehalten. Bezüglich Toleranz- und Grenzwerte für unerwünschte Stoffe gilt die Fremd- und Inhaltsstoffverordnung. Ergänzend werden zum Trinkwasser auch Qualitätsanforderungen für Wasserinhaltsstoffe in Flüssen und Seen festgelegt. Als Grundsatz dürfen Fremd- und Inhaltsstoffe nur in gesundheitlich unbedenklichen Mengen vorhanden sein.

Mikrobiologische Untersuchungen stellen sicher, dass das an die Bevölkerung abgegebene Trinkwasser hygienisch einwandfrei ist. So darf beispielsweise in einer Trinkwasserprobe keine Verunreinigung mit Fäkalbakterien nachgewiesen werden. Andere Mikroorganismen wie aerobe Keime, die sich bei Anwesenheit von Luft entwickeln können, dürfen in geringem, genau definiertem Mass vorhanden sein. Diese aeroben Keime sind in unserer Umwelt ohnehin überall zu finden.

Das Kantonale Laboratorium Baselland untersucht während des ganzen Jahres stichprobenweise das Wasser jeden unserer Brunnen auf seine chemische- und bakteriologische Zusammensetzung. Weitere Analyseprogramme der Industriellen Werke Basel erfassen die Beschaffenheit des Mischwassers aus allen Brunnen ab Reservoir Zentrale West, die Beschaffenheit der einzelnen Grundwasserbrunnen, ausgewählten Grundwasserpegelrohren in der Peripherie der Hard, sowie jene des Rheinwassers. Die Analysewerte werden von den Experten der Laboratorien und von uns kritisch beurteilt, ergeben aber in keinem der geforderten Qualitätsmerkmale der Lebensmittelverordnung Beanstandungen.

Anlässlich einer im Oktober 2007 durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgenommenen Bewertung, ergab sich für die gefundene Stoffgruppe der Chlorbutadiene eine Überschreitung des neu definierten Schwellenwertes „Threshold of Toxicological Concern“ (TTC), der vom BAG auf 75 ng/L festgelegt wurde. Ein Überschreiten dieses theoretisch ermittelten TTC bedeutet nach BAG, dass nicht „a priori“ Unbedenklichkeit attestiert werden kann.

Auf dieser Basis verfügte das Kantonale Labor Baselland, das Grundwasser der Hard sei über Aktivkohle zu filtern. Unterdessen wird das Hardgrundwasser in zwei Fremdanlagen der IWB wirkungsvoll aufbereitet, so dass die Chlorbutadiene nicht mehr nachgewiesen werden können. Eine eigene Anlage steht zurzeit in Planung.

Die Wasserqualität entspricht in allen Belangen den sehr strengen gesetzlichen Vorgaben und kann bedenkenlos konsumiert werden.

Hardwasser AG